SCHREIBEN

Ich schreibe ein Buch.
Einen Roman. Er wird dick, und lustig, und traurig. Angeblich sogar spannend, aber das musst du selber entscheiden, wenn er fertig ist.
Jahrelang, in meinem Alter darf man sagen: Jahrzehntelang habe ich nichts als Songs geschrieben. Einige Tapes, CDs und sogar Platten veröffentlicht. (Mehr darüber findest du in der Abteilung MUSIZIEREN.) Doch lange bevor ich Musiker, sogar noch bevor ich aktiver Musikhörer wurde, war ich Leser. Ich kannte nur zwei Platten, die meine Eltern auf Kassette hatte: Otto Waalkes und Torfrock. Im Radio lief NDR 2 und wir hatten keinen Fernseher. Doch ich verschlang Bücher aus der Leihbücherei, die hatte nur Mittwochs geöffnet und jeden Mittwoch war ich da und tauschte einen Stapel Bücher gegen einen neuen aus. Ich träumte davon, irgendwann selber eins zu schreiben. Zunächst schrieb ich aber nur Tagebuch.
Mit dem Komponieren von Musik begann ich im Alter von dreizehn, am Commodore 64 mit dem Programm Soundmonitor von Chris Hülsbeck. Chris, du hast mein Leben verändert. Musik ging mir einfacher von der Hand, die Ergebnisse waren greifbarer, eine Band, mit der man sich regelmäßig zum Proben trifft ist wie eine zweite Familie, die konnten mein Bruder und ich in jener Zeit gut gebrauchen. Die eigentliche Familie existierte nach dem Tod unserer Mutter so gut wie nicht mehr. Und beim Schreiben ist man erstmal allein. Also wurde ich zum Songschreiber und Frontmann meiner Bands, schrie und sang mir die teen angst von der Seele.

(Das Bild ist ein Screenshot von der Seite UrbanDictionary.com)

Der Wunsch, ein Buch zu schreiben blieb ein Traum, der mir lange Zeit unerreichbar schien. Zu groß, zu unwahrscheinlich, etwas so Gewaltiges fertigstellen zu können, ganz zu schweigen davon, veröffentlicht zu werden. Schriftsteller schwebten für mich immer in einer anderen Sphäre. Um ehrlich zu sein, tun sie das noch immer. Bis ich mich selber als „Schriftsteller“ bezeichne, muss noch eine Menge passieren. „Autor“ lasse ich inzwischen durchgehen, auch wenn ich mich niemals außerhalb des Literaturbetriebs irgendjemandem als „Autor“ vorstellen würde. Aber immerhin gibt es jetzt eine Website, da steht oben „UNSERE AUTORINNEN & AUTOREN“, und unten, bei „S“ ist ein Foto von mir mit meinem Namen darunter.

Letztlich alles eine alberne Frage der Eitelkeit, schön wäre es, frei davon zu sein. Was zählt ist, ob man ein Buch geschrieben hat oder nicht. Das habe ich noch nicht. Aber ich habe irgendwann beschlossen, ernst zu machen mit meinem Roman. Und jetzt gibt es kein zurück mehr. Ich schreibe ein Buch, ich bin schon sehr weit, und so wie es gerade aussieht, stehen die Chancen nicht schlecht, dass es veröffentlicht wird.

Falls dich interessiert, wie es dazu kommen konnte, wenn du wissen willst, wie mein Buch entsteht, wann es fertig ist und was ich auf dem Weg dahin alles erlebe und erledige, wirst du auf diesen Seiten fündig. Gerne kannst du mir auch auf facebook, instagram oder twitter folgen.

Liebe Grüße,
Sebastian

P.S.: Wenn du Fragen hast oder Rechtschreibfehler in meinem Blog gefunden hast schreib mir bitte: post@stuertz.org